Das Diskussionsforum über pilzwiderstandsfähige Rebsorten Foren-Übersicht Das Diskussionsforum über pilzwiderstandsfähige Rebsorten
les cépages résistants aux maladies cryptogamiques - grapevine varieties resistant to fungus disease
 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Gutes Buch zum ökologischen Traubenanbau

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Das Diskussionsforum über pilzwiderstandsfähige Rebsorten Foren-Übersicht -> Tafeltrauben
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Galanth



Anmeldedatum: 30.08.2008
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 06.04.2009, 11:44    Titel: Gutes Buch zum ökologischen Traubenanbau Antworten mit Zitat

Hauptsächlich, aber nicht nur, zum Tafeltraubenanbau habe ich gerade folgendes Buch gelesen:

"The grape grower - a guide to organic viticulture" von Lon Rombough.

Es hat mir sehr gut gefallen und es gibt auch zur Sortenfrage viele Infos.
Der Autor geht auf Anbausysteme, die verschiedenen amerikanischen Wildreben und deren Beziehung zum kühlen Klima ein. Fasziniert hat mich auch das Kapitel: "Breeding your own grapes", eine Aufmunterung & Anleitung sich an der Züchtung zu versuchen und so eigene "Haussorten" zu kreieren, denn so schwierig scheint das doch nicht zu sein...

Ansonsten noch eine wunderbare Gelegenheit, um mal wieder Englisch zu üben;)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dietmar



Anmeldedatum: 21.11.2008
Beiträge: 49
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 07.04.2009, 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist keine allzu große Kunst, Amerikanerreben biodynamisch anzubauen, da diese je nach Anteil an Foxgenen so stark nach Foxton schmecken, dass diese selbst von den aggressivsten Pilzkrankheiten gemieden werden.

Einige schmecken mir ganz gut, z.B. Festivee. NYM dagegen isst nur meine Frau, aber dafür recht gern.

Einige Sorten haben noch einen recht tolerierbaren Gummibärchengeschmack, aber generell sind Amerikaner nicht meine Sache, aber es gibt durchaus Liebhaber, insbesondere Frauen.

Falls Du sehr winterharte Sorten suchst, dann sieh doch mal bei norwegischen, finnischen und estnischen Rebschulen. Die Mehrzahl der Reben haben für unsere Verhältnisse nur recht kleine Trauben und Beeren und diese Sorten basieren in der Regel auf Amerikanern bzw. sind welche oder auf den Amurreben.

Richtig harte Reben gibt es in sibirischen Rebschulen, aber selbst Russlanddeutsche mit entsprechenden Sprachkenntnissen haben es nicht geschafft, welche zu besorgen. Allerdings haben die sehr frühen Sorten wieder recht kleine Trauben und Beeren.

Unter unseren Traubenfreunden gibt es einige Hochgebirgswinzer, die sich für solche Sorten interessieren, weil gewöhnliche Sorten für z.B. 775 m über NN zu lange Vegetationszeiten haben und nicht winterfest genug sind. In den sibirischen Rebschulen soll es lt. deren Internetseiten Sorten geben, die statt ca. 100 Tagen wie unsere frühesten Sorten nur ca. 2,5 Monate brauchen. In normalen Klimaten könnten diese Reben damit schon Ende Juni reif sein.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Galanth



Anmeldedatum: 30.08.2008
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 08.04.2009, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dietmar,

in dem Buch geht es nicht speziell um biodynamischen Anbau.
Amerikanerreben ist ein sehr weiter Begriff. Der Autor des Buches rät auch ganz klar vom Anbau "alter Amerikanerreben", wie Isabella und Concord ab. Eben wegen dem Geschmack.

Aber er erklärt (wie schon andere) nochmal die Unterschiede zwischen den einzelnen Rebengruppen, die auf der Welt so existieren. Bspw. wird Vitis riparia viel genutzt um Frostresistenz deutlich zu erhöhen. Der krautige geschmack verliert sich in der Vererbung wesentlich schneller, als der Foxige der labruscen.

Wenn die norwegischen, finnischen und estnischen Rebschulen hauptsächlich auf Resistenzen von Amurensis setzen, ist das für sie sicherlich gut. In wärmeren Klimaten kann allerdings die Oidiumanfälligkeit zu hoch sein. Außerdem erklärt der Autor, dass bei Amurreben die Winterruhe sehr kurz ist und so bei wechelwarm/kalten Winterstandorten, die Spätfrostgefahr extrem groß ist.

Wenn dir Festivee schmeckt, dann kreuze sie doch einfach mal mit anderen widerstandsfähigen Reben, die ihre Resistenzen vielleicht von den vitis rupestris und amurreben haben;) So kannst du deren Widerständigkeiten kombinieren...
Übrigens entstand die Vineland 68021 aus einer Kreuzung mit Festivee und ist neben dem wahrscheinlich ähnlichem Geschmack (sie ist allerdings rot, statt blau) noch kernlos - falls duir das wichtig sein sollte. Kennst du die auch?

NYM ist brigens nach den Fibl Bonitierungen, was die Resistenz angeht "nur" gutes Mittelmass. Patrizia bspw. deutlich besser...

Persönlich suche ich keine besonders winterharten Sachen. Frühreife Piwis sind schon eher interessant, um die Naschsaison zu verlängern. Also wenn du doch mal an was rankommen solltest, würde ich mich freuen, wenn du das hier mitteilst.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dietmar



Anmeldedatum: 21.11.2008
Beiträge: 49
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 08.04.2009, 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte meine NYM noch nie gespritzt und trotzdem war diese pilzfester als Muskat Bleu, die ich auch nicht gespritzt habe (außer eine Austriebsspritzung mit Netzschwefel). Die NYM müsste jetzt 5 Jahre alt sein und die Rebe hatte noch nie den geringsten Befall. Dafür hat meine NYM sehr empfindlich auf Magnesiummangel reagiert (Herbstfärbung eines Teils der Blätter schon im Frühsommer).

Die Muskat Bleu hatte jedes Jahr etwas Oidium, aber nicht so viel.

Die große Rebenbeschaffungsaktion ist für dieses Jahr vorbei. Da hatten viele Traubenfreunde eine große Sammelbestellung gemacht. Es kamen ca. 75 verschiedene Sorten zusammen. Ein Teil der gewünschten Sorten war nicht mehr verfügbar, z.B. Sfinks, eine blaue frühe Sorte, etwa wie Strachinsky, aber mehr als einen Monat früher. Wenn ich mich richtig erinnere ist es eine Kreuzung zwischen Strachinsky und Timur. Ich werde mir auf alle Fälle früher oder später eine Sfinks besorgen. JHD und Piesna sind als frühe Sorten auch zu empfehlen. JHD ist aber rein weiblich und braucht eine geeignete Befruchtersorte in der Nähe (keine Amerikaner!).

Aber ich kann Dir einen kleinen Tpp geben. Die Rebschule Schm. in Obernbreit wird wahrscheinlich ab Spätsommer mehrere neue frühe Sorten anbieten, darunter Wostorg und Muromiec, beide wahrscheinlich nicht schlecht für eine frühe Sorte.

Du kannst natürlich auch in polnischen Rebschulen bestellen, aber die reagieren zumeist nicht auf deutsche oder englische mails. Aber man kann ja ein paar einfache Sätze mit dem Google Translater ins olnische übersetzen.

Hier ist eine lettische Rebschule:

http://translate.google.com/translate?sourceid=navclient&hl=de&u=http%3a%2f%2fwww.vinogudarzs.lv%2findex.html

Die Schwester vom Besitzer kann englisch. Ich weiß aber nicht, ob die auch versenden. Es gibt eine Reihe früher Sorten, aber manche Sorten erst ab August.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Das Diskussionsforum über pilzwiderstandsfähige Rebsorten Foren-Übersicht -> Tafeltrauben Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de