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Solaris, Gärstockung

 
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Dreizehn



Anmeldedatum: 09.10.2009
Beiträge: 9
Wohnort: Bielefeld (D)

BeitragVerfasst am: 13.10.2009, 17:22    Titel: Solaris, Gärstockung Antworten mit Zitat

Guten Tag zusammen,

ich bin Hobbywinzer (in D auf 52°N). In diesem Jahr bereitet mir mein Solaris-Most (107°Oe, 6‰ Säure) Probleme. 1 Tag Maischeaufschluss ohne Schwefel, Mostklärung durch Sedimentation, Hefe Oenoferm PinoType. Die Gärung verlief bisher nicht sehr zügig, die erste Gärstockung war nach 7 Tagen, dann Umgärung mit Hefix 2000, seit gestern (nach 2 Wochen, noch etwa 45°Oe) stockt die Gärung wieder. Bis jetzt ist es mir nicht gelungen, erneut mit dem teilvergorenen Most und Hefix 2000 einen Gärstarter zu produzieren (was mich auch nicht wirklich wundert).

Weiß jemand einen Rat?

Noch etwas: der Most (auch jetzt noch schmeckbar) hatte eine etwas „grasige” Note (in der Vergangenheit auch manchmal). Kennt jemand die Ursachen?

Grüße und Dank für Antworten.
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Dietmar



Anmeldedatum: 21.11.2008
Beiträge: 49
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 17.10.2009, 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hast Du Sauvignon blanc zugemischt? Oder vielleicht zu stark ausgepresst? Waren ein paar nicht ganz reife Trauben darunter?

Die Flasche Solaris Deines vorherigen Jahrganges empfand ich nicht als grasig.

Wenn das alles nicht die Ursache sein kann, dann könnte es vielleicht daran liegen, dass es Probleme mit dem Säureabbau (Apfelsäure, Milchsäure) gab. Hat der grasige Geschmack adstringierenden Charakter?

Vielleicht findest Du hier etwas: http://www.schule.at/dl/JS-Kellerwirtschaft.doc
http://www.winzerpraxis.de/L0NCQl9MSVNUP01BSU5DTUQ9REVUQUlMJkZPUkVOSUQ9Njk3MTEmQkJJRD0xNjcyOSZMQVlPVVQ9TElTVCZNSUQ9Njc1MTY.html

Ich wünsche Dir viel Glück bei der Behebung.
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Dreizehn



Anmeldedatum: 09.10.2009
Beiträge: 9
Wohnort: Bielefeld (D)

BeitragVerfasst am: 18.10.2009, 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Dietmar,

es handelt sich um reinen Solaris-Most aus sehr gesunden Trauben, nichts zugemischt, normal gepresst und auch ungeschwefelt. Bei den Eckdaten kann man Unreife wohl ausschließen, wobei es wahrscheinlich möglich gewesen wäre, noch ein paar °Oe herauszuschinden – nur, die Säure wäre wohl noch weiter in die Knie gegangen, und wer will hinterher einen dermaßen alkohollastigen, breiten Wein trinken?

Die Gärung habe ich übrigens wieder anschieben können, sie läuft aber recht langsam.

Den von Dir vermuteten Säureabbau halte ich zu dem am 13. beschriebenen Stand der Gärung für unwahrscheinlich. Gestern habe ich erneut titriert, da hatte der Most etwa 0,3 ‰ Säure eingebüßt, das dürfte im Rahmen liegen.

Aber Dank für Deine Hinweise und guten Wünsche. Vielleicht richten die fleißigen Helfer im Tank ja noch etwas.

Grüße, Dreizehn
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Martin Buser



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BeitragVerfasst am: 06.12.2009, 18:29    Titel: Hefe ist schuld Antworten mit Zitat

warum bei Solaris eine Pinot-Hefe nehmen?

Habe noch nie ein solches Phänomen gehabt mit Oenoferm Aroma, eine klassische Weissweinhefe für aromatische Weine !
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Dreizehn



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BeitragVerfasst am: 06.12.2009, 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Erst einmal Dank dafür, dass hier doch noch jemand Zeit für eine Antwort gefunden hat.

Zur Hefewahl habe ich eigentlich keine schlüssige Erklärung, außer – ich hatte ein frisches Päckchen, und ich hatte sie nicht zum ersten Mal verwendet, bislang problemlos. Wobei die Auswahl der Hefe in diesem Fall, wenn überhaupt, wohl eher den sensorischen Aspekt betreffen würde.

Nur, diese Hefe dürfte sicher nicht die Ursache für die Gärstockungen sein. Den Hinweis auf die OF Aroma werde ich aber zukünftig berücksichtigen.

Nach der langsam verlaufenden Gärung bin ich jetzt mit dem Jungwein recht zufrieden.

Die Laborwerte:
Alc = 109,5 g/l
RZ = 7,6 g/l
pH = 3,7.
Säure = 7,4 g/l (ich habe aufgesäuert mit 2 g/l Weinsäure).

Der grasige Ton ist kaum noch vorhanden.

Grüße, Dreizehn


PS. Wenn ich das als „Neuling” mal ansprechen darf: Schade, dass hier so gut wie keine Diskussion bzw. Meinungsaustausch stattfindet. Gibt es zu viel andere Arbeit? Oder ist das Interesselosigkeit?
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Martin Buser



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BeitragVerfasst am: 06.12.2009, 22:32    Titel: Hefe Antworten mit Zitat

Natürlich hat die Hefe eine wichtige Funktion bei der Gärung. Da die Oenoferm Aroma eine Hefe ist, welche auch noch bei 14° C arbeitet, ist es viel besser als Rotweinhefen, welche 18 - 22° als optimale Temperatur haben.
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Dreizehn



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BeitragVerfasst am: 07.12.2009, 10:10    Titel: Re: Hefe Antworten mit Zitat

Martin Buser hat Folgendes geschrieben:
Natürlich hat die Hefe eine wichtige Funktion bei der Gärung...

Selbstverständlich. Allerdings ist die Annahme, dass es sich bei der OF Pinotype um eine reine Rotweinhefe handelt, nicht richtig. Diese Hefe wird empfohlen für die Vergärung von Mosten aus der Pinot-Familie, neben dem Spätburgunder AUSDRÜCKLICH auch für Grau- und Weißburgunder; und deshalb arbeitet auch diese Hefe bei Temperaturen unter 15 °C, ebenso wie die Hefix 2000. Bei mir lag die Temperatur geringfügig höher, bei etwa 17 °C.

Übrigens habe ich bei dem Hersteller keine Hefe mit dem Namen Oenoferm Aroma gefunden. Gibt es möglicherweise eine andere Bezeichnung?

Grüße, Erich
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Martin Buser



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BeitragVerfasst am: 25.12.2009, 17:25    Titel: Entschuldigung Antworten mit Zitat

Habe nochmals nachgeschaut, es handelt sich um die Hefe Oenoferm Bouquet für aromatische Weissweine !

Liebe Grüsse
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Dreizehn



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BeitragVerfasst am: 26.12.2009, 11:46    Titel: Oenoferm Bouquet Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die Information.
Ich werde die Hefe für den kommenden Herbst beschaffen.

Grüße, Erich
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